Grau in grau und kein Licht in Sicht

Der Tag beginnt mit einem hoffnungsvollen Blick hinaus... wird es heute endlich wieder Sonnenwärme geben, die meine Haut zart streift? Rollladen auf: Enttäuschung! Der Sommer zeigt sich dieses Jahr von seiner schlechten Seite. Es erscheint beinahe so, als würde sich meine Stimmung am Himmel widerspiegeln...grau in grau ohne den entferntesten Anschein von Lichtdurchdringungsmöglichkeiten.

Dabei wünsche ich mir so sehr die Wärme im Leben zurück. Wie konnten die Zeiten voller Freude so schnell verschwinden und dieses gesamte Jahr nur bruchstückhaft auftauchen? Ich sehne mich nach Glück, Frieden und damit selbstverständlich auch der Freude...nur kann ich meine Augen zur Zeit nicht nach vorne und damit auf das Positive richten, es gelingt mir einfach nicht. Zuviele Dinge sind passiert, zuviele Dinge, über die nicht ausgiebig gesprochen und die nicht geklärt worden sind. Werde ich von meiner Familie so akzeptiert wie ich bin oder muss ich mein kleines Persönlichkeitsschauspiel weiterführen, um ein Wesen vorzugeben, das mich schon länger nicht mehr ausmacht? Könnt ihr mich auch so mögen? Zurückgezogen, nachdenklich, schwarz sehend? Und tragt ihr nicht eine gewisse Schuld an diesem Zustand?`Wieso könnt ihr nicht zuhören? Wieso beschäftigt ihr euch mehr mit euch selbst als mit eurem einzigen Kind? Würdet ihr nur endlich eure Augen und Ohren offen halten, dann wüsstet ihr, wie es tatsächlich in mir aussieht. Dass ich verletzt bin, schüchtern, unsicher.... dass mich Zweifel plagen, ob ich den richtigen Weg gegangen bin. Ich brauche Unterstützung... ich kann sie mir nicht immer selbst zuführen, ab und zu bedarf es der Hilfe von außen!

Wie konnte es passieren, dass ich nach 4 Wochen Arbeit in solch ein Loch gefallen bin? Ich fühle mich nutzlos, geistig ausgeleert und doch sehne ich mich nach Nahrung für meinen Kopf. Es muss etwas passieren! Ich möchte wieder Antrieb haben, eine Aufgabe, die mich erfüllt....irgendetwas Positives, mit dem ich anderen helfen kann. Ich kann nicht viel, aber anderen helfen... das kann ich als eine Stärke bezeichnen.

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich eigentlich nicht teilhaben müsste. Muss ich das in Zukunft an irgendeinem Tag oder kann die Welt auf mich verzichten? Ich sehe gerade keinen Sinn in meinem Dasein.... das legt sich bestimmt wieder, aber dieser Gedanke hat sich dieses Jahr verdammt oft eingeschlichen. Meine Thesis schreibe ich noch.... was danach kommt, bleibt dem Schicksal überlassen!

Adieu

2.9.10 13:32

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kleine Schwester (7.9.10 17:07)
fünf Tage zu spät am anderen Ende der Welt gelesen. Ich wäre so gern dagewesen und hätte dich in den Arm genommen. Ich glaube, an dem Tag ging es mir auch nicht so besonders, vll hätten wir uns gegenseitig Kraft geben können. Es stimmt mich traurig das zu lesen, helfen zu wollen und doch zu wissen, dass ich es wahrscheinlich nicht könnte, aber ich hätte es wohl auf einen Versuch ankommen lassen, denn was können wir schon anders machen als etwas zu versuchen? Versuchen jeden Tag mit neuer Kraft in Angriff zu nehmen, versuchen sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus der Klemme zu ziehen und festzustellen, dass man es doch vll nicht ganz alleine getan hat, weil da eine Kraft war von außerhalb. Eine positive Energie, die wir leider nicht in ein Marmeladenglas stecken können und per Post verschicken(sonst würde ich bei nächster Gelegenheit eins schicken!) Ich schaffe, du schaffst es das nächste mal, wenn sich wieder der Abgrund auftut wenigstens für einen flüchtigen Moment an jene Kraft von Außen zu denken, die sich Freundschaft nennt, die manchmal nicht dazu sein scheint, wenn man sich ihrer aber erinnert doch die ganze Zeit dagewesen ist. <3

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