Innere Dämonen

Salut monde,

kennt ihr das, wenn sich Beziehungen zu vertrauten Menschen von einem Tag auf den anderen plötzlich total verändert, nahezu fremd anfühlen und ihr nicht bestimmen könnt, woher dieser emotionale Umschwung stammt? Genau in solch einer Phase befinde ich mich gerade und möchte es eigentlich gar nicht sein, denn die Person ist mir einfach zu wichtig als dass ich sie mit meinem schrägen verhalten auf Abstand halten möchte. Aber vll gehört auch diese Zeitspanne zu den Phasen einer Fernbeziehung und legt sich genauso schnell wieder wie sie sich eingeschlichen hat... wünschenswert wäre es zumindest.

Es erscheint mir zuerst so, dass ich ohne diese Person nicht leben kann, sobald die Trennung unter Widerwillen eingeläutet wurde. Danach folgt eine Phase des Trotzes und auch des Neides... den Neid auf die Freude, die der andere trotz der Entfernung des Partners empfindet. Gefolgt wird diese Phase von dem "sich mit der neuen Situation arrangieren". In dieser Zeitspanne widme ich mich überwiegend meinen Freunden und dem Sport... aber eben diese wiedergewonnene Entscheidungsfreiheit über die Zeiteinteilung und Aktivität meines Lebens bringt mich irgendwann an den Punkt, dass ich feststelle, dass auch mein Leben ohne den anderen funktioniert. Diese Tatsache jagt mir Angst ein! Sicherlich ist es nicht erstrebenswert jeden Tag aufs Neue zu leiden, doch sollte ich nicht immer das Gefühl in mir tragen, dass eben jene Freizeitaktivität mit dem Partner schöner wäre? Ihn eigentlich stets bei mir haben möchte? Oder sollte man dieses Privileg, was einem durch solch eine Form der Beziehung zu Teil wird auskosten und es genießen so frei entscheiden zu können? Und wieder einmal stehe ich an dem Punkt, der mich nicht auf die richtige Fährte bringen möchte... Entscheidungsfreudigkeit, wo versteckst du dich nur schon wieder? Fest steht allerdings, dass ich diesen Menschen keinesfalls verletzen möchte und ihn nicht von mir forttreiben möchte, auch wenn evtl. dieser Eindruck entstanden sein sollte! Man kann nur auf die Rückkehr der Entscheidungskraft hoffen und auf eine weniger weibliche Hysterik, sollte man sich in einem wiederkehrenden Gefühlschaos befinden

8.3.10 23:30

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